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Schulungs-Unterlagen

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Schulungsunterlagen und Trainingsmaterial für Mitarbeiter.

Flexodruck Glossar

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[ A ]

  • Abklatschen (auch Beistellung): Der Moment, in dem die eingefärbte Flexoplatte das Druckmaterial berührt. Ist der Druck zu stark, quetschen die Punkte und das Bild wird unscharf.
  • Abrisskante: Ein unschöner, harter Übergang im Druck, wenn ein Farbverlauf nicht sanft auf 0 % ausläuft, sondern die kleinsten Rasterpunkte plötzlich abrupt wegbrechen.
  • Auswaschen (Washout): Der Produktionsschritt, bei dem die unbelichteten (weichen) Bereiche des Photopolymers entfernt werden. Dies geschieht entweder mit Lösemitteln, mit Wasser oder thermisch (durch Hitze und Vlies).

[ B ]

  • Back Exposure (Rückbelichtung): Der erste Schritt der Plattenverarbeitung. Die Rückseite der rohen Photopolymerplatte wird vollflächig mit UV-Licht belichtet, um den Plattenboden (die stabile Trägerschicht) in der exakten Dicke (Relieftiefe) zu härten.
  • Blitzer: Unerwünschte weiße Ränder oder Lücken zwischen zwei aneinandergrenzenden Farbflächen. Sie entstehen durch minimale Passungenauigkeiten der Druckmaschine.

[ C ]

  • CDI (Cyrel Digital Imager): Der digitale Laser-Plattenbelichter von Esko. Er lasert das Druckmotiv in Form feinster Punkte mit extrem hoher Präzision auf die schwarze Maskenschicht (LAM-Schicht) der rohen Flexoplatte.

[ D ]

  • DeskPack: Eine Sammlung von Esko-Plugins für Adobe Illustrator. Sie ermöglicht es unseren Grafikern, wichtige Flexo-Prüfungen direkt im Designprogramm durchzuführen.
  • Druckprofil (Farbprofil / ICC-Profil): Ein digitaler Datensatz, der das exakte Farbumfeld und das Druckverhalten einer bestimmten Druckmaschine (inklusive Farbe, Material und Rasterwalze) beschreibt.

[ F ]

  • Flat Top Dots (FTD): Im Gegensatz zu herkömmlichen, runden Rasterpunkten (Round Top Dots) haben Flat Top Dots eine absolut flache Oberfläche. Sie sind extrem stabil, verschleißen langsamer und neigen kaum zu unvorhersehbarem Tonwertzuwachs.
  • Flexoplatte (auch Klischee): Die elastische Druckform im Flexodruck. Sie besteht aus lichtempfindlichem Kunststoff (Photopolymer), bei dem die druckenden Bereiche erhaben hervorstehen.

[ H ]

  • HD Flexo / Full HD Flexo: Eine High-End-Technologie von Esko. Sie kombiniert hochauflösende Laser-Bebilderung im CDI mit speziellen Punktformen für sauberere Lichter und höhere Farbdichten.
  • Hochlicht (auch Lichter): Die hellsten Bereiche in einem Bild oder Farbverlauf (z. B. 1 % bis 5 % Farbdeckung). Im Flexodruck sind diese Bereiche besonders kritisch, da extrem feine Rasterpunkte auf der Platte stabil stehen müssen.

[ L ]

  • LAM-Schicht (Laser Ablation Mask): Die dünne, schwarze Schutzschicht auf einer digitalen Flexoplatte, in die der CDI-Laser das Druckmotiv graviert.

[ M ]

  • Main Exposure (Hauptbelichtung): Die Belichtung der Plattenvorderseite mit UV-Licht durch die freigelaserten Stellen der Maske hindurch. Dadurch härtet das elastische Plattenmaterial aus und bildet das eigentliche Druckrelief.
  • MicroCell / Mikrotextur: Mikroskopisch kleine Vertiefungen auf der Oberfläche von Volltonflächen oder Rasterpunkten einer Flexoplatte (z. B. Esko Groovy Screens). Sie sorgen dafür, dass die Platte die Farbe besser aufnimmt und homogener auf das Material überträgt.
  • Mindestton (auch Erstpunkt / Mindestpunkt): Der kleinste reproduzierbare Prozentwert (z. B. 1 %), den eine Flexoplatte stabil abbilden kann. Alles, was in der Datei darunter liegt, wird beim Auswaschen weggespült.
  • Moiré-Effekt: Ein unerwünschtes, störendes Muster im Druckbild. Es entsteht, wenn die Rasterwinkel von zwei übereinander gedruckten Farben falsch gewählt wurden und sich die Punkte unglücklich überlagern.

[ P ]

  • Pantone / Sonderfarbe: Ein weltweit standardisiertes Farbsystem. Sonderfarben werden fertig angemischt in die Druckmaschine gefüllt, wenn das CMYK-Vierfarbmodell den Farbton nicht exakt treffen kann.
  • Passer (auch Passgenauigkeit): Das exakte Übereinanderdrucken der einzelnen Farbauszüge (Cyan, Magenta, Gelb, Schwarz etc.). Stimmt der Passer nicht, wirkt das Bild verschwommen oder es entstehen Blitzer.
  • Photopolymer: Das elastische, lichtempfindliche Kunststoffmaterial, aus dem moderne Flexodruckplatten hergestellt werden.
  • Preflight: Die automatisierte oder manuelle Vorabprüfung von Kundendaten auf technische Fehler, bevor die eigentliche Bearbeitung startet.
  • Proofprofil: Ein spezielles Farbprofil, das verwendet wird, um den späteren Flexodruck auf einem Digitaldrucker (Proofsystem) farbverbindlich zu simulieren.

[ R ]

  • Rasterwalze (Anilox-Walze): Eine extrem harte Walze in der Druckmaschine, die mit Millionen mikroskopisch kleiner Näpfchen versehen ist. Sie dosiert die exakte Menge an Druckfarbe, die an die Flexoplatte abgegeben wird.
  • Rasterweite: Die Feinheit des Druckrasters, gemessen in Linien pro Zentimeter (L/cm) oder Lines Per Inch (LPI). Je höher der LPI-Wert, desto feiner und fotorealistischer das Druckbild.
  • Relieftiefe: Der Höhenunterschied zwischen den druckenden Elementen (Rasterpunkten, Linien) und dem freigewaschenen Plattenboden.
  • Repro (Reprografie): Der Prozess in der Druckvorstufe, bei dem die gestalterischen Kundendaten technisch so umgebaut und optimiert werden, dass sie im Flexodruck fehlerfrei reproduziert werden können.

[ S ]

  • Sammelform (Step-and-Repeat): Das mehrfache, platzsparende Anordnen eines oder mehrerer Motive auf der Druckbahn, um das Plattenmaterial optimal auszusetzen.
  • Steuermarke (auch Passermarke / Registermarke): Kleine Kreuze oder Punkte am Rand der Druckplatte. Sie helfen dem Drucker an der Maschine, die einzelnen Farben exakt übereinander auszurichten, damit das Druckbild scharf wird (Passer).

[ T ]

  • Tonwertkurve (Kompensationskurve): Die mathematische Gegensteuerung der Druckvorstufe. Sie senkt die Prozentwerte auf der Flexoplatte vorab gezielt ab, damit das Druckergebnis trotz des physikalischen Tonwertzuwachses am Ende genau dem Kundenwunsch entspricht.